85 Jahre Pabst Holz: Eine Erfolgsgeschichte aus dem Murtal
1940 legte der mutige Kauf eines stillgelegten Sägewerks in Kathal den Grundstein für die Johann Pabst Holzindustrie. Was als kleiner Betrieb begann, entwickelte sich über mehr als 85 Jahre zu einem international tätigen Systemlieferanten für den modernen Holzbau. Heute veredeln rund 280 Mitarbeiter heimisches Fichtenholz zu innovativen Massivholzprodukten – getragen von Tradition und einer konsequent gelebten Kreislaufwirtschaft.
Die Gründungs- und Aufbaujahre
Mit großem Einsatz und unternehmerischem Weitblick legt Johann Pabst den Grundstein für das Unternehmen und entwickelt es in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich weiter. Durch den Ausbau des Standorts und gezielte Investitionen entsteht bis in die 1970er-Jahre ein stabiler und leistungsfähiger Betrieb.
Der Beginn
1931 – 1932
Johann Pabst legt mit dem Erhalt des Gewerbescheins für den Holzhandel und der Beschäftigung von 14 Forstarbeitern den Grundstein.
Firmengründung
1940
Die offizielle Firmengründung erfolgt mitten im Zweiten Weltkrieg durch den Kauf eines stillgelegten Sägewerks in Kathal bei Obdach.
Nachkriegszeit
Investitionen
Trotz großer Not wird massiv in Technik investiert, etwa 1945 in eine Francisturbine zur Eigenstromerzeugung und 1948 in das erste Vollgatter.
Aufschwung
1950er Jahre
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung entsteht 1953 eine neue Sägehalle. 1954 investiert das Unternehmen in die Weiterverarbeitung und nimmt die erste Hobelmaschine in Betrieb.
Export
1950er Jahre
Mit eigenen LKW erfolgen erste Lieferungen bis nach Italien. Der italienische Markt zählt bis heute zu den wichtigsten Absatzmärkten.
Stetiges Wachstum
60er und 70er Jahre
Johann Pabst erweitert das Betriebsareal und schafft mit dem Anschluss an das Bahnnetz wichtige infrastrukturelle Voraussetzungen. Mit Investitionen wie dem Bau der ersten Entrindungsanlage wird die Produktion gezielt weiterentwickelt.
Die Ära der zweiten Generation
Mit dem Eintritt der zweiten Generation übernimmt eine neue Führung das Unternehmen und setzt gezielte Impulse in Richtung Spezialisierung, Markenbildung und Weiterentwicklung der Produktion.
Erster Generationenwechsel
1975
Johann Pabst übergibt den Betrieb an seine Söhne Siegfried, Reinhard und Florian, die 1976 die Ges.m.b.H. gründen.
Wachstum
1980er Jahre
Investitionen in Energie und Produktion prägen dieses Jahrzehnt: Der Bau einer Heizungsanlage zur Nutzung von Rinde sowie moderne Besäumer-, Brettersortier- und Stapelanlagen stärken den Standort nachhaltig.
Wachstum
späte 1980er- und frühe 1990er-Jahre
Mit dem Eintritt von Johann und später auch Reinhard Pabst beginnt der Generationswechsel im Unternehmen. Der Neubau des Hobelwerks stärkt die Weiterverarbeitung, während Investitionen in die Trockenkammern die Produktionsqualität weiter verbessern.
Neues Produkt
1990
Die Entstehung der Marke AlpenSpan (entstaubte Hobelspäne für Pferdeeinstreu) markiert den Beginn einer erfolgreichen Nischenstrategie.
Neustart
1997
Ein Großbrand zerstört das Hobelwerk und den Holzmarkt. Die Familie entscheidet sich gegen das Aufgeben und für einen modernen Neuaufbau.
Diversifikation und die Weiterentwicklung des Standorts Zeltweg
Der Ausbau des Standorts Zeltweg treibt die Weiterentwicklung der Produktion voran und erweitert das Portfolio um konstruktive Holzbauelemente.
Zweiter Generationenwechsel
2000
Die dritte Generation übernimmt das Ruder: Johann und Reinhard Pabst übernehmen die Geschäftsführung, Florian tritt ins Unternehmen ein.
Holzinnovationszentrum
2003: Beginn in Zeltweg
Erschließung des neuen Standorts in Zeltweg und Start der großindustriellen Produktion von Holzpellets.
Start mit Leimbindern
BSH-Produktionen
Mit dem Bau der beiden Brettschichtholzwerke in Zeltweg (2004 und 2006) wird der Standort nachhaltig gestärkt. Dadurch entwickelt sich Pabst zu einem bedeutenden BSH-Produzenten in Europa.
Holzinnovationszentrum
Neue Firmenzentrale
2007 wird die Firmenzentrale von Kathal nach Zeltweg ins Holzinnovationszentrum verlegt. In den folgenden Jahren wird gezielt in Infrastrukturprojekte investiert und die Lagerkapazitäten durch neue Hallen deutlich ausgebaut.
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Abbund
ab 2008
Aufbau von hochmodernen CNC-Abbundzentren, wodurch das Unternehmen zum ganzheitlichen Systemlieferanten für den Ingenieurholzbau aufsteigt.
Fokus auf Know-how und Infrastruktur
Geprägt von umfangreichen Investitionen in Infrastruktur, Energie und Produktion entwickelt Pabst die Standorte konsequent weiter und stärkt seine Position als moderner Holzbau- und Industriebetrieb.
Stetige Entwicklung
2010er Jahre
Der Ausbau der Lagerkapazitäten sowie Investitionen in die Wärmeversorgung – unter anderem durch den Erwerb der SWH und den Bau moderner Heizkraftwerke in Kathal und Zeltweg – sichern eine stabile und nachhaltige Energiebasis.
Optimierungen
Hightech-BSH
Das BSH-Werk I wird in mehreren Etappen auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Gezielte Optimierungen und Erweiterungen erfolgen in den Bereichen Gütesortierung, Hochfrequenztechnik, Keilzinkenanlage, Etagenlager sowie durch den Bau einer Abbundhalle.
Hundegger
K2i
Die Installation von zwei Hundegger Abbundmaschinen erweitert das Abbund-Portfolio deutlich und führt Pabst konsequent weiter in Richtung Komplettanbieter.
Modernisierung, Nachhaltigkeit und Fokus
Die aktuelle Stufe ist durch massive Investitionen in Ressourceneffizienz und die Vorbereitung auf die Zukunft gekennzeichnet.
Standort Kathal und Zeltweg
Energie und Versorgung
Mit dem Neubau der Heizkraftwerke in Kathal und Zeltweg sowie dem Ausbau der Photovoltaikanlagen wird die Energieversorgung nachhaltig gestärkt und weiterentwickelt.
New Design
Lagerkapazitäten
Neue Lagerhallen in Obdach, im Profilholzwerk und im Holzinnovationszentrum erweitern die Kapazitäten und schaffen Raum für weiteres Wachstum.
Photovoltaik
Sonnenenergie
Verstärkter Fokus auf den Ausbau von Photovoltaikanlagen: Insgesamt werden bereits Dachflächen genutzt, die eine Leistung von rund 3,5 Megawatt erzeugen.
120.000 Tonnen
Pelletswerk NEU
Mit dem neuen Pelletswerk inklusive Nassspansilos, Bandtrockner und zusätzlichen Silos wird die Versorgungssicherheit für unsere Pelletskunden nachhaltig erhöht. Die moderne Anlage ermöglicht eine effiziente und zukunftsorientierte Produktion auf höchstem Niveau.
Neue Säge in Kathal
2024 – 2025
Mit der größten Investition der Firmengeschichte in Höhe von rund 40 Mio. Euro wird das Sägewerk in Kathal umfassend modernisiert und mechanisch vollständig erneuert. Damit wird ein entscheidender Schritt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Weiterentwicklung des Standorts gesetzt.
85 Jahre Pabst Holz
Das Video erzählt die Entwicklung der Johann Pabst Holzindustrie vom Sägewerk in Kathal zum international tätigen Familienunternehmen. Im Mittelpunkt stehen die Wurzeln im Murtal, die Verbindung von Tradition und Zukunft sowie die Weiterentwicklung zu einem modernen Holzindustriebetrieb.
Eine Erfolgsgeschichte in Zahlen
Das kontinuierliche Wachstum der Johann Pabst Holzindustrie folgt dem Leitsatz des Gründers: Ein Unternehmen muss gesund wachsen wie ein Baum. Von den bescheidenen Anfängen 1940 entwickelte sich der Betrieb zu einem internationalen Leitbetrieb, dessen Erfolg sich heute in beeindruckenden Leistungswerten widerspiegelt.
Gründungsjahr
1940
Beginn der Selbstständigkeit
1931 Start mit 14 Forstarbeitern
Mitarbeiteranzahl
Rund 280 engagierte Köpfe
Jährlicher Umsatz
ca. 135 Millionen Euro
Einschnittleistung Sägewerk:
400.000 Festmeter
BSH-Produktion
110.000 m³
Exportquote
Rund 60 %
Mit Weitsicht in die Zukunft
Pabst Holz investiert massiv in die kommenden Jahrzehnte. Seit 2020 flossen Millionen in grüne Energie und Effizienz: Ein Biomassekraftwerk, PV-Anlagen und das erweiterte Pelletswerk stärken die Unabhängigkeit. Das 40-Millionen-Euro-Großprojekt zur Sägewerks-Modernisierung in Kathal sichert ab 2024 den Standort langfristig. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie setzt Pabst konsequent auf Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft.